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Nachfrage

Märkte für den suborbitalen 
Weltraumtourismus und die Weltraumforschung

Seit am 21. Juni 2004 das von dem Flugzeughersteller Scaled Composites erste absolut rein privat entwickelte Raketenflugzeug „SpaceShipOne“ die offizielle Grenze zum Weltraum in einer Höhe von 100 km durchstieß, wächst die Nachfrage an privaten Astronautenabenteuern.

Mittlerweile ist Richard Branson mit Virgin Galactic in das Projekt SpaceShipTwo eingestiegen und vermarktet schon jetzt die Suborbitalflüge, die voraussichtlich in 2012starten werden. 2011 wurden bereits erste erfolgreiche Gleitflüge mit dem SpaceShipTwo durchgeführt. Bereits heute (ohne verbindliche Starttermine) sind bei der größten Reiseagentur für Weltraumtourismus bereits 25 Tickets für suborbitale Flüge vollständig bezahlt und hunderte von suborbitalen Flügen angezahlt (nota bene: es gibt bereits mehrere Reiseagenturen für Weltraumtourismus z.B. www.space-travellers.de ).

Marktstudien, so beispielsweise die der Futron Corporation, prognostizieren, dass die jährliche Nachfrage bei einem Ticketpreis von 100.000 USD bis zu 20.000 Passagiere betragen kann und immer noch 7.000 Passagiere bei 200.000 USD.

Wären 15 Wettbewerber parallel und zeitgleich erfolgreich am Markt vertreten, könnte diese Nachfrage in den nächsten Jahrzehnten nicht befriedigt werden.

Daher wird die Preisgestaltung zunächst wenig elastisch sein. Das bedeutet, dass die kalkulierten Ticketpreise im Wesentlichen stabil bleiben werden. Für einen europäischen Wettbewerber können ggf. die weiteren Entwicklungen des Dollars problematisch werden, da die Wettbewerbspreise derzeit in Dollar festgelegt werden.

Die Nachfrage konzentriert sich derzeit auf einen Anbieter (Virgin Galactic), der in den nächsten Jahren aber Schwierigkeiten haben wird, sein vollmundiges Marketing in die für die Kundenanzahl notwendigen Flüge um zu setzen. Bisher wurden 18 Mio. USD als Anzahlungen für die Flüge vereinnahmt (für eine feste Buchung verlangt Virgin Galactic 20.000 USD)!!

Die Futron Studie prognostiziert für die nächsten Jahrzehnte eine stark wachsende Nachfrage an touristischen Raumflügen.

An verschiedenen Standorten (u.a. New Mexico (USA), Ras Al-Khaimah (VAE), Singapur und Malaysia) werden private Weltraumbahnhöfe errichtet. Zukünftige europäische Weltraumtouristen sind derzeit auf Anbieter außerhalb Europas angewiesen. Dabei bietet Europa dem Passagier mit verschiedenen Hauptstädten und z.B. den Alpen eine besonders vielseitige und spektakuläre Ansicht aus dem Weltraum.

Das PE wird mittlerweile in mehreren Studien als Erfolg versprechende Lösung für den europäischen Weltraumtourismus bezeichnet (z.B. „Europe and Space Tourism“ (VEGA) oder in „Space Planes and Space Tourism: The Industry and the Regulation of its Safety“ von Dr. Joseph N. Pelton, Director des Space & Advanced Communications Research Institute an der George Washington University, S. 95 – 97 ).

“Project Enterprise will thus likely not only play a key role in developing a new European based space plane system, but may also play a role in defining role in how the European Space Tourism business will be controlled, licensed and overseen from a safety perspective.” (Dr. Joseph N. Pelton, Director des Space & Advanced Communications Research Institute an der George Washington University)

Dass Vega in seinen Publikationen (siehe www.vega-group.com) das Project Enterprise (nunmehr die Talis Enterprise GmbH) als ernst zu nehmenden Wettbewerber darstellt, mag auf der Hand liegen. Dass die Talis Enterprise GmbH als sachsen-anhaltinisches Unternehmen aus Cochstedt im fernen Washington an einer der Elite Unis durch einen der in den USA renommiertesten Experten auf diesem Gebiet so positiv wahrgenommen wird, zeigt dass die von den Gründern vorgenommenen und publizierten wissenschaftlichen Arbeiten von Fachleuten als die Basis für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes eingeschätzt wird.

Außerhalb des Tourismus ist die Nachfrage nach Suborbitalflügen auch in wissenschaftlichen Instituten und z. T. skurril anmutenden Bereichen vorhanden.

Wissenschaftliche Institute finden nicht genügend Raumfahrtkapazität, um z.B. Experimente in der Schwerelosigkeit (z.B. Osteoporose- oder Immunforschung) durchzuführen. Im Vergleich zu den Kosten der SpaceShuttles sind die PE Flüge vergleichsweise günstig und können bei entsprechender Planung wissenschaftliche Parabelflüge oder Projekte auf der ISS ergänzen oder ersetzen. Forschungsinstitute haben bereits großes Interesse am PE geäußert und unterstützen das Projekt durch den Aufbau einer Lobby, um zukünftig von den Vorteilen der deutlich längeren Schwerelosigkeit auf einem suborbitalen Flug zu profitieren.

Auf die Durchführung von Weltraumbestattungen hat sich die Firma SpaceEx spezialisiert, die ihre Leistung allein in Deutschland durch ca. 30 – 40 Bestattungsinstitute vertreiben. Auf keiner der Webseiten fehlt der Hinweis, dass wegen fehlender Kapazitäten die Wartezeiten (und Kosten) für eine solche Bestattung immens sind.

Warum Suborbitalflüge?

 

Höhenforschungsraketen

Suborbitalflüge

Parabelflüge

Kosten

€ 400.000.-
– 1,100.000.-

€ 150.000.-

€ 90.000.-

Zeit in Schwerelosigkeit

Bis zu 20 min.

Bis zu 5 min.

Bis zu 25 sek.

Nutzungsfrequenz

2x jährl.

2x wöchentlich

Täglich

Bemannte 
Forschungsmöglichkeit

Nein

Ja

Ja

 



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